Mit aubiko als Austauschschüler nach Deutschland

Mit aubiko als Austauschschüler nach Deutschland

Die Mitarbeiter von aubiko arbeiten seit 2001 mit großer Begeisterung im Bereich Schüleraustausch und waren für verschiedene Austauschorganisationen tätig. Aus den vielseitigen Erfahrungen möchten wir das Beste zusammenfassen und haben daher einen gemeinnützigen Verein mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.

Seit Oktober 2018 sind wir Mitglied des AJA (Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen).

Members Of Female High School Soccer Team
couple with son playing with soccer ball

Das eigene Kind ins Ausland zu schicken, ist ein großer Schritt. Wir möchten den natürlichen Eltern mit bestem Gewissen versichern können, dass ihr Kind bei uns in guten Händen ist. Deshalb achten wir auf folgende Punkte:

1. Sorgfältige Auswahl und Beratung der Gastfamilien

Unsere Gastfamilien werden alle von uns persönlich besucht und in einem zwei- bis dreistündigen Gespräch beraten. Während unseres Besuchs schauen wir uns die Wohnverhältnisse, Wohnumgebung und Schule an. Im Laufe des Gesprächs erklären wir den Familien nicht nur das Programm, sondern verschaffen uns auch einen Eindruck darüber, ob eine Familie wirklich bereit ist, einen Gast aufzunehmen. Die Erfahrung zeigt, dass neben Gastfreundschaft und Bereitschaft, Offenheit und Flexibilität unabdingbar sind. Sind zum Bespiel die Erwartungen an den Austauschschüler zu hoch oder merken wir, dass es familiäre Schwierigkeiten gibt, sind für uns diese Familie nicht geeeignet. Auch ist uns wichtig, dass die Familien Vertrauen zu uns haben, damit sie sich bei Problemen an uns wenden.

2. Betreuung der Gastfamilien und Gastschüler*

Zwei bis drei Wochen nach Ankunft der Schüler besuchen wir die Familien erneut und kontaktieren den Betreuungslehrer. Während des Gastfamilienbesuchs führen wir ein gemeinsames Gespräch und unterhalten uns auch einzeln mit den Schülern und der Familie. Sollten erste Missverständnisse oder Missstimmungen zu merken sein, stehen wir den Familien und dem Schüler beratend zur Seite. Es kann z.B. sein, dass die Familien klarere Regeln aufstellen müssen oder wir den Schüler ermuntern, seine Wünsche zu äußern. Wir werden über Erwartungen und Wahrnehmungen sprechen und über Kulturelles. Letztendlich sind es diese Gespräche und Reflexionen, die beiden Seiten interkulturelles Lernen ermöglichen.

Im Laufe eines Semesters vereinbaren wir drei weitere Telefontermine. Dieser regelmäßige Kontakt dient dazu, dem Schüler zu zeigen, dass wir für ihn da sind. Bei Problemen soll er sich jederzeit an uns wenden können und mit einem ihm bekannten Mitarbeiter sprechen. Ist es notwendig, kommen wir jederzeit wieder zur Gastfamilie und versuchen vor Ort eine Lösung zu finden. Erreichbar sind wir für Schüler und Familien 24 Stunden täglich. Alle bekommen die Festnetznummer des Büros sowie unsere Handynummer.

3. Es muss nicht immer passen

Meistens läuft alles harmonisch ab und alle Seiten profitieren von diesem Austausch. Es kann aber sein, dass trotz einer wunderbaren Familie und eines hochmotivierten und offenen Schülers einer der beiden unglücklich ist. In erster Linie versuchen wir natürlich, beide Seiten zu verstehen und an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Sollte aber z.B. das gegenseitige Vertrauen verletzt worden sein oder einfach mal „die Chemie nicht stimmen“, ist es besser die Gastfamilie zu wechseln. Natürlich sollen die Schüler wissen, dass eine Familie kein Hotelzimmer ist, das man stornieren oder austauschen kann. Wir möchten aber auch nichts erzwingen und stehen einem notwendigen Gastfamilienwechsel offen gegenüber. Manchmal braucht der Schüler auch einfach nur eine zweite Chance, um sich von seiner besten Seite zu zeigen. Diese zweite Chance sollte er dann auch bekommen.

4. Regelmäßige Berichterstattung schon vor Programmbeginn

Wenn wir für den Schüler eine Familie gefunden haben, bekommt er einen ausführlichen Platzierungsbrief. In diesem stellen wir dem Austauschschüler und seinen natürlichen Eltern, die Gastfamilie, die Umgebung und die Schule detailliert vor. Die Eltern und der Schüler sollen so genau wie möglich wissen, wohin die Reise geht und sich ein Bild von der Umgebung machen können.

Nach Ankunft des Schülers wird die Gastfamilie erneut besucht. Dieser Besuch wird schriftlich dokumentiert. Ein weiterer ausführlicher Bericht erfolgt in der Mitte des Programms sowie immer dann, wenn Probleme auftreten oder etwas für die natürlichen Eltern von Relevanz sein könnte.

5. Sorgen, Probleme und Fragen

Sorgen, Probleme und Fragen nehmen wir sehr ernst -egal diese von Schülern, natürlichen Eltern oder Gastfamilien geäußert werden. Wir werden unsere jahrelange Erfahrung einbringen und beraten. Das Wichtigste ist aber, allen Parteien zuzuhören. Niemand kennt sein Kind so gut wie die natürlichen Eltern. Nur der Austauschschüler selbst kann äußern, wie er sich fühlt und warum. Die Gastfamilie kann am besten einschätzen, wie sie das Kind in der neuen Umgebung wahrnimmt. Die gleiche Situation kann ganz unterschiedlich beschrieben werden. Wir wissen, dass es „die richtige Einschätzung“ nicht gibt und versuchen aus allem Gehörten eine gemeinsame Lösung zu finden. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit aller Parteien erforderlich.

6. Vorbereitungsseminar in Berlin

Nach Ankunft in Deutschland bieten wir allen Austauschschülern ein dreitägiges Vorbereitungsseminar an. Auf diesem werden wir auf das Leben in einer deutschen Gastfamilie und den Besuch einer deutschen Schule eingehen sowie ein interkulturelles Training durchführen und über den Ablauf des Programms sprechen. Auch Berlin als Stadt und eine kleine Willkommensparty werden Teil des Vorbereitungsseminars sein. Die gemeinsame Zeit gibt uns zudem die Möglichkeit, die Schüler persönlich kennenzulernen und auf Fragen einzugehen. Vor diesem Seminar erhalten die Schüler ein Schülerhandbuch.

7. Versicherung

Alle Schüler sind kranken, haft- und unfallversichert.

8. An- und Abreise

Die Schüler werden am Flughafen abgeholt und mit dem Zug zu ihren Gastfamilien gebracht. Kein Schüler muss mit seinem Gepäck allein umsteigen und alle werden bis zu ihrem Sitzplatz gebracht.

9. Programmende

Das Programm endet mit dem Schuljahr des jeweiligen Bundeslandes.

10. Stipendien

Auf 10 Schüler kommen ein Vollstipendium oder zwei Teilstipendien. Die Stipendien kommen von aubiko oder von deutschen Unternehmen. Neben einer kleinen Bewerbung auf das Stipendium, sollen die Stipendiaten ihre Austauscherfahrung auf einem Blog/Reisetagebuch o.ä. festhalten. Die Stipendiaten haben während des Aufenthaltes die Möglichkeit das deutsche Unternehmen näher kennen zu lernen.

* Zugunsten eines angenehmeren Leseflusses haben wir nur die männliche Form verwendet. Selbstverständlich sind alle Adressaten eingeschlossen.