Deutschlandreise 2018

Deutschlandreise 2018

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Sonntag, 26. August 2018 – München

Am Sonntag landeten wir in München am Flughafen. Lea und Lisa, unsere Betreuerinnen für die kommende Woche, holten uns am Flughafen ab und dann fuhren wir mit dem Reisebus zur Jugendherberge. Nach einer kurzen Einführung ging es auch schon los in die Innenstadt und wir haben ein leckeres Schnitzel im Schnitzelwirt gegessen. Danach haben wir uns das schön beleuchtete Rathaus angeguckt und viele Fotos gemacht. Nach einem langen Tag und einer anstrengenden Reise ging es dann wieder zurück zur Jugendherberge, natürlich nicht ohne einen Zwischenstopp bei der Eisdiele in der Nachbarschaft einzulegen. Wir freuten uns sehr, jetzt in Deutschland zu sein und waren gespannt auf die kommende Woche.

Montag, 27. August 2018 – München

Unser erster vollständiger Tag in Deutschland begann mit einem leckeren Frühstück vom Buffet in der Jugendherberge. Gestärkt für den Tag machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn, um unsere Exkursionen zu starten. Uns hat es sehr gefallen, dass zwei verschiedene Ausflugsziele zur Auswahl standen: Für die Fußballbegeisterten ging es in die Allianz Arena, das Stadion des FC Bayern München. Die andere Gruppe ist nach Dachau gefahren, um sich die KZ-Gedenkstätte anzuschauen. Wir waren alle sehr zufrieden mit unserer Wahl und tauschten uns am Nachmittag beim gemeinsamen Wiedersehen über unsere Erlebnisse aus.

Bevor unsere Stadtführung durch die Münchener Innenstadt begann, hatten wir etwas Freizeit um shoppen zu gehen, etwas zu essen oder einfach um zu entspannen. Bei unserem Rundgang zeigte uns Lea viele schöne Sehenswürdigkeiten. Die Tour startete an der Ludwig-Maximilians-Universität, ging weiter zum Hofgarten und danach zum Odeonsplatz. Rund um den Odeonsplatz gab es viele Gebäude zu bestaunen: die Theatinerkirche, die Feldherrnhalle und das Nationaltheater. Danach gingen wir durch die Maximilianstraße und sahen uns die vielen Geschäfte bekannter Luxusmarken an. Unsere Führung endete mit dem bekannten Hofbräuhaus und dem Viktualienmarkt, auf dem es sehr viel Obst und Gemüse gab. Am Ende brachte Lea uns zum Marienplatz und wir hatten nochmal etwas Freizeit, um uns ein wohlverdientes Abendessen zu genehmigen. Auf dem Rückweg zur Jugendherberge hielten wir wieder an der Eisdiele an und die Verkäuferin freute sich sehr, uns wieder zu sehen.

Dienstag, 28. August 2018 – Fahrt nach Dresden

Nach einer schönen Zeit in München ging unsere Reise weiter. Unser nächstes Ziel war die Stadt Dresden, wir fuhren also mit dem Bus von Bayern nach Sachsen. Nach einer langen Fahrt kamen wir am Busbahnhof an und konnten zu unserer Jugendherberge laufen, da diese nicht weit weg war. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, gingen wir in die Innenstadt und hatten erst einmal Zeit uns umzusehen oder einzukaufen. Da Dresden, im Vergleich zu München, eine kleinere Stadt ist, war alles fußläufig erreichbar und wir waren nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Nach einer kleinen Stadtführung durch die beleuchtete Altstadt, vorbei an der Frauenkirche bis hin zum Elbufer in Dresden entschieden wir uns alle zusammen essen zu gehen und die Wahl fiel auf das italienische Restaurant L’Osteria. Dort gab es riesige Pizzen und manche von uns haben sogar alles aufgegessen! Glücklich und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg.

Mittwoch, 29. August 2018 – Dresden

Am zweiten Tag in Sachsen stand ein Wanderausflug in die Natur auf unserem Programm. Dafür sind wir mit der S-Bahn eine halbe Stunde ins Elbsandsteingebirge, welches sich in der sächsischen Schweiz befindet, gefahren. Das Wetter war perfekt für diesen Programmpunkt, denn der Himmel war blau und die Sonne schien den ganzen Tag. Nach unserer Ankunft am Bahnhof Rathen sind wir mit der Fähre über die Elbe gefahren und kamen im kleinen Ort Niederrathen an. Wir machten uns für den Aufstieg ins Gebirge bereit und unsere Wanderung begann. Auf dem Weg gab es in regelmäßigen Abständen Aussichtsplattformen, auf denen man eine wunderschöne Aussicht auf die Elbe hatte. Diese Gelegenheit nutzen wir auch um viele Fotos zu machen. Ein Highlight war die Basteibrücke und der Aussichtspunkt mit anschließendem Picknick. Nachdem wir neue Kraft getankt haben ging es wieder abwärts Richtung Fähre. Dieses Mal nahmen wir aber einen anderen Weg, der durch eine Schlucht führt, die sich Schwedenlöcher nennt.

Wieder in Dresden angekommen hatten wir etwas Freizeit und danach folgte der zweite Teil unserer Stadtführung. Diese kombinierten wir mit einem kleinen Orientierungsspiel. Für jede Station gab es zwei Freiwillige aus unserer Klasse, die einen Stadtplan von Dresden bekamen und uns zur Sehenswürdigkeit führten. Alle Reiseführer die uns erfolgreich zum Ziel führten, bekamen einen kleinen Preis. Wir besichtigten den Zwinger, ein beeindruckender Barockbau und eines der bekanntesten Gebäude in Dresden. Danach hat uns das nächste Zweier-Team zur Semperoper geleitet, die Spielstätte der Sächsischen Staatsoper Dresden. Wir schließen unsere Tour mit dem Residenzschloss, der Heimat von Kurfürst August dem Starken, ab. Danach gab es leckere Burger mit Pommes im Restaurant Burgerlich und es ging wieder zurück in die Jugendherberge.

Donnerstag, 30. August 2018 – Fahrt nach Berlin

Es ging weiter nach Berlin! Wir alle waren sehr gespannt auf die deutsche Hauptstadt und außerdem auf die anderen AustauschschülerInnen, die wir dort treffen sollten. Auf uns warteten etwa 30 Taiwanesen, zwei Mexikaner und am Abend kamen sieben weitere Schüler aus Kolumbien an. Nach dem Mittagessen in der Unterkunft machten wir uns mit unserer Stadtführerin Margit auf den Weg zum Alexanderplatz. Dort bestaunten wir den Fernsehturm und die Weltzeituhr, auf der wir auch Bogotá fanden. Danach gingen wir zum Brandenburger Tor und schossen sehr viele Fotos. Leider regnete es und wir mussten uns schnell einen trockenen Ort fürs Abendessen suchen. In einem großen Einkaufszentrum gab es eine große Auswahl an internationalem Essen und für jeden Geschmack war etwas dabei.

Am Abend haben wir uns mit den anderen AustauschschülerInnen versammelt und wurden vom  aubiko-Vorstandsmitglied Rike willkommen geheißen. Außerdem feierten wir den Geburtstag von Tarek und sangen Happy Birthday in mehreren Sprachen für ihn. Danach haben wir alle zusammen Obstsalat gespielt, ein lustiges Spiel, wo es darum geht die Plätze zu wechseln und einen freien Platz zu ergattern. Danach mussten wir uns von unserem Lehrer Martin verabschieden, weil er am nächsten Tag zurück nach Kolumbien geflogen ist. Wir schrieben ihm einen Abschiedsbrief und wünschten ihm eine gute Reise. Unserer Freundin Sofia ist ebenfalls mit Martin zum Flughafen gefahren, also sagten wir ihr auch Auf Wiedersehen

 Freitag, 31. August 2018 – Berlin

Freitag war der letzte Tag, den wir alle zusammen verbringen konnten. Nach dem Frühstück wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die Schüler, die mit aubiko an dem Austausch teilnehmen, hatten mit Lea und Christian einen Vorbereitungskurs. Dort konnten alle offenen Fragen geklärt werden und es wurden noch einige Aspekte der deutschen Kultur und Sprache erklärt. Die andere Gruppe ist wieder mit Margit und Esmira in die Stadt gefahren. Da wir sehr viel Zeit hatten, während die anderen im Vorbereitungskurs saßen, besichtigten wir sehr viele interessante Sehenswürdigkeiten in Berlin. Wir begannen mit der Gedächtniskirche am berühmten Kurfürstendamm und gingen danach in das Kaufhaus des Westens, eher bekannt als KaDeWe und schauten uns die teuren Geschäfte an. Danach gingen wir im Tiergarten spazieren und machten uns auf den Weg zum Reichstagsgebäude, in dem der Bundestag von Deutschland sitzt. Unsere Mittagspause verbrachten wir an der Friedrichstraße und beendeten diese mit einer ausführlichen Shopping-Tour am Alexanderplatz. Vollbepackt mit Taschen ging es weiter zu dem Treffpunkt Schlesisches Tor, wo wir unsere Klassenkameraden und Lisa trafen. Leider war unsere Mitschülerin Stephanie nicht mehr dabei, denn sie wurde schon von ihrer Gastmutter in der Jugendherberge abgeholt und ihr Abenteuer Schüleraustausch begann früher als bei uns. Endlich gingen wir zur East-Side-Gallery, ein Teil der Berliner Mauer, die heute mit vielen interessanten Kunstwerken und Sprüchen bemalt ist. Die Mauer war der Höhepunkt unserer Sightseeing-Tour in der deutschen Hauptstadt und hat uns sehr gut gefallen.

Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Angekommen an unserer Unterkunft haben die Taiwanesen schon mit dem Grillen angefangen. Der Geruch kam uns schon auf dem Heimweg entgegen. Lecker! Beim Grillen haben wir uns abgewechselt, sodass jeder der wollte, auch einmal den Grillmeister spielen konnte. Wir haben alle zusammen draußen gegessen und gerade als wir fertig waren, kam der Gastvater von Estefania, um sie abzuholen. Um den Tag abzurunden, planten alle Schüler aus Taiwan, Kolumbien und Mexiko ein Kulturcafé für den Abend. Wir bauten mehrere Stationen an denen man lustige Aufgaben und Challenges erledigen musste. Es gab zum Beispiel einen Salsa-Kurs bei dem wir den Taiwanesen die Grundschritte beigebracht haben. Andersrum lernten wir die chinesischen Zahlen und versuchten einige Schriftzeichen zu schreiben. Wir hatten sehr viel Spaß und der Austausch mit der taiwanischen Kultur war sehr interessant für uns. Nach dem Spiel gab es Zeit zu tanzen und ein bisschen zu feiern. Wir versuchten die Taiwanesen zu motivieren mitzumachen und ihre eben erst gelernten Salsa-Schritte anzuwenden. Irgendwann ertönte der Song „Time to Say Goodbye“ und dementsprechend war es Zeit sich von den Mitschülern und vom aubiko-Team zu verabschieden. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge gingen wir ins Bett.

Samstag, 01. September 2018 – Berlin

Der große Tag ist gekommen! Es war Zeit, sich auf zum Hauptbahnhof oder zum Busbahnhof zu machen und zu den Gastfamilien zu fahren. Vor allem an diesem Tag waren wir sehr nervös und aufgeregt. Deshalb war es gut, dass wir in verschiedene kleine Gruppen eingeteilt waren und uns ein oder zwei Mitarbeiter von aubiko zum Zug oder zum Bus brachten. Letzte Fragen und Bedenken wurden geklärt und wir fühlten uns schon ein bisschen sicherer. Somit endete die Deutschlandreise mit einem letzten Winken und es ging weiter zum nächsten Abenteuer: der dreimonatige Austausch in unserer deutschen Gastfamilie!